Gudula Looman
Und jetzt, noch einmal, die Forderungen der Zauberer, von heute, von morgen, von übermorgen: Sich irren dürfen! Verwirren dürfen! Unlogisch handeln! Sich lernend verwandeln! Der Sehnsucht vertrauen! Seltenes schauen! Unbequem werden! Feind sein der Herden! Träume auch machen! Wach sein und lachen! Phantastischer leben! Freiheit auch geben!
Mein Ziel ist es, Menschen nicht nur zu einer Einigung zu führen, sondern zu einem besseren Verständnis füreinander – und damit zu Lösungen, die auch langfristig Bestand haben.
Wie kommt eine Wirtschaftsanwältin zur Familienmediation und Paartherapie?
Mein beruflicher Weg begann als Rechtsanwältin in einer internationalen Großkanzlei. In dieser Tätigkeit standen komplexe wirtschaftliche und rechtliche Fragestellungen, Verhandlungen und die Durchsetzung von Interessen im Mittelpunkt. Präzises Analysieren, sorgfältiges Abwägen und das Entwickeln von Lösungsstrategien prägten meine tägliche Arbeit.
Mit den Jahren wurde mir immer deutlicher, dass viele Konflikte nicht allein auf der Sachebene entstehen. Hinter unterschiedlichen Positionen stehen häufig persönliche Bedürfnisse, Werte, Erwartungen und Kommunikationsmuster. Rechtliche Lösungen können Streitigkeiten entscheiden – sie lösen jedoch nicht immer den eigentlichen Konflikt.
Ich begann, mich intensiv mit Konfliktdynamiken, Kommunikation und den psychologischen Prozessen bei Auseinandersetzungen zu beschäftigen. Dabei wurde mir klar, dass mich weniger die juristische Lösung als der Weg dorthin fasziniert: Wie entsteht Verständnis? Was hilft Menschen, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen? Und was macht eine Lösung wirklich nachhaltig?
Diese Fragen führten mich über intensive Aus- und Weiterbildungen an renommierten Ausbildungsinstituten zunächst zur Mediation und später zur Paartherapie.
Dass sich dabei mein besonderes Interesse an der Begleitung von Familien und Paaren in persönlichen Konfliktsituationen entwickelte, ist kein Zufall. Gerade dort wird besonders deutlich, dass Konflikte nicht allein durch gute Argumente oder rechtliche Regelungen gelöst werden können. Sie verlangen Verständnis für die emotionalen und zwischenmenschlichen Prozesse, die hinter ihnen stehen.
Heute verbinde ich die analytische Präzision der Rechtsanwältin mit der strukturierenden und wertschätzenden Haltung der Mediatorin und dem tiefen Verständnis für Beziehungsmuster der Paartherapeutin.
Mein zweites Steckenpferd
Ein weiteres Steckenpferd ist für mich die Lehrtätigkeit. Seit dem Wintersemester 2019/2020 arbeite ich als Lehrbeauftragte an der Frankfurt University of Applied Sciences im Bereich Familienrecht sowie Kinder- und Jugendhilferecht.
Ausbildung und Zertifizierung
- Ausbildung Grundlagen der Mediationssupervision
Heidelberger Institut für Mediation (HIM) - Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie
Institut Christoph Maar Berlin - EFT Basistraining mit Matthias Angelstorf
International Centre for Excellence in Emotionally Focussed Therapy - Ausbildung zur Paartherapeutin
Institut für integrative Paartherapie Berlin - Grundlagenausbildung in Cooperativer Praxis
Deutsche Vereinigung für Cooperative Praxis - Ausbildung zur Mediatorin (Schwerpunkt Familienmediation)
IKOM Frankfurt
Seit 2020 zertifiziert nach §§ 5, 6 MedG i.V.m. ZMediatAusbVO
Seit 2023 Mediatorin BAFM
Seit 2025 QVM-Mediatorin - Studium Rechtswissenschaften/Referendariat
Goethe-Universität Frankfurt, 1. und 2. juristisches Staatsexamen
Mitgliedschaften
Ich bin Mitglied der Fachgruppen „Familie und Kind“ und „Cooperative Praxis“ der BAFM, der Regionalgruppe BAFM Frankfurt am Main e.V., der Deutschen Vereinigung für Cooperative Praxis (DVCP) und der EFT Community. Seit April 2024 leite ich die BAFM-Fachgruppe „Trennung und Scheidung“.
